Zum ersten Mal seit der Durchführung ihrer mobilen Kommunikationsstudie publiziert die Mobile Marketing Association Austria (MMA Austria) Bundesländer-Ergebnisse. Diese zeigen deutliche Unterschiede, wenn es um die Verbreitung von Smartphones und Tablets, die Nutzung von Apps und mobilem Internet, um die Verwendung von Social Networks via Handy-Internetzugang und um die Bereitschaft zu mobilen Marketing-Angeboten sowie Werbung geht.
Vor allem bei der Planung von Bundesländer-spezifischen, mobilen Marketing- und Werbekampagnen bietet die MMA Austria mit den Studienergebnissen wichtige Hinweise für erfolgreiche, zielgruppengenaue Kommunikationsaktivitäten. Durchgeführt wurde der "Mobile Communications Report 2011"* von MindTake Research mittels Computer Assisted Web-Interviews (CAWI).
Mobile Marketing in den Bundesländern:
Kein homogenes Bild – Markt sehr dynamisch, aber mit viel Potential
Wenn man Gesamtösterreich betrachtet, gehört Werbung für 70% der Befragten auch beim Surfen am Handy zum Alltag. 40% erachten sie als hilfreich für den Verbraucher, bereits ein Drittel nimmt Werbung beim mobilen Internet als unterhaltsam wahr.
Die Tiroler haben die offenste Meinung zu Werbung am Handy: 79% stimmen der Aussage zu, dass Werbung auch am Handy zum Leben dazugehört und 56% empfinden Werbung als hilfreich, gefolgt von den Befragten aus Salzburg (42%) und Kärnten (42%).
Die Steirer (76%) stimmen zu, dass Werbung am Handy dazugehört. Auch 77% der Salzburger, vor Steiermark und hinter Tirol, sehen Werbung als Teil des Alltags auch am Mobiltelefon. Von allen Bundesländern sind die Salzburger (44%) am stärksten der Meinung, dass Werbung unterhaltsam ist.
Was die Teilnahme an mobilen Marketingaktivitäten angeht, zeigt sich ein sehr dynamisches Bild mit viel Ausbaupotential. Voraussetzung dafür ist ein preislicher Anreiz, der für die Befragten aller Bundesländer der wichtigste Ansporn ist, sich mobiler Werbung zuzuwenden. Vergleichsweise weniger wichtig ist dieser allerdings für Salzburger (47%, restliche Bundesländer 58% und mehr).
Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
• 30% der befragten Vorarlberger können sich zumindest vorstellen, Banner-Werbung und InApp Advertising zu nutzen.
• 22% der Befragten aus der Steiermark haben bereits Mobile Advertising genutzt.
• Bei InAppAdvertising können sich nur 9% der Salzburger vorstellen, diese Art der Werbung zu nutzen.
• Mobile Couponing zu nutzen, können sich am ehesten die befragten Burgenländer (61%), gefolgt von Vorarlbergern (55%) vorstellen. Dieser Anteil liegt hingegen bei den übrigen Bundesländern nur unter 33%.
• Anzeigen in mobilen Suchmaschinen zu nutzen, können sich am ehesten die Vorarlberger mit 40% vorstellen. 27% der befragten Steirer haben es bereits genutzt und 51% der Oberösterreicher möchten es nicht nutzen.
• 45% der befragten Vorarlberger können sich zumindest vorstellen mobile Tagging zu verwenden, während 37% der Kärntner angeben, dieses gar nicht zu kennen.
• Eine Gewinnspielteilnahme per SMS können sich 28% der befragten Burgenländer vorstellen, während 53% der Oberösterreicher diese Möglichkeit gar nicht nutzen möchten.
• Für 28% der befragten Burgenländer ist eine Gewinnspielteilnahme per MMS vorstellbar. 59% der Steirer möchten dieses mobile Marketinginstrument gar nicht nutzen.
• 39% der befragten Burgenländer können sich die Teilnahme an mobilen Produkt- oder Dienstleistungs-Portalen vorstellen. 49% der Wiener möchten diese Möglichkeit gar nicht nutzen.
• Werbe-Apps zu nutzen, können sich 28% der Burgenländer und 27% der Tiroler vorstellen. Gleichzeitig möchten jedoch 56% der Befragten aus dem Burgenland Werbe-Apps gar nicht nutzen.
• Die Nutzung von Werbespots auf dem Handy können sich 18% der befragten Wiener vorstellen. 56% der Burgenländer möchten Mobile Video Spots gar nicht nutzen.
Werbebanner
Während der höchste Anteil jener Personen, die manchmal auf Banner klicken, mit 35% in Vorarlberg verzeichnet wird, würden 6% der Befragten aus der Steiermark sogar oft auf einen (Werbe)-Banner klicken. Neugierde ist für die Befragten aller Bundesländer der wichtigste Grund, auf einen Werbebanner im mobilen Internet zu klicken. Besonders trifft dieser Grund auf Befragte aus der Steiermark (67%), Salzburg (65%) und Niederösterreich (62%) zu. Auch kostenlose Produktproben sind ein Anreiz - anteilsmäßig trifft dies vor allem auf Befragte aus Niederösterreich (47%), Vorarlberg (45%) und dem Burgenland (44%) zu. Interessante Informationen über ein Unternehmen / Produkt ist hingegen für 44% der Burgenländer und 37% der Steirer mit ein Grund – dies ist für die restlich Bundesländer nicht so sehr ausgeprägt.